Identitätswechsel

Es hört nicht auf schön zu sein… Nicht zu fassen.. Ich genieße den Rest Sommer im Elbe Glück in der Prignitz und erforsche den Unterschied zwischen Künstlerin, Komponistin und Sängerin sein- im Moment abhängig und eingeschränkt von politischen Entscheidungen-, und einer kurzfristigen Beschäftigung in einem komplett anderen Metier an der frischen Luft mit und bei herzlichen Menschen. In beiden Jobs gibt es Publikum… Hier Hörend und erwartend und dort hungrig und erwartend… Ich diene beiden Gruppen… Im ersten Fall darf ich Diva sein: begabt und laut, frech und sensibel, humorvoll und stark… Ich darf Kunstfigur sein… Mich exaltieren und ausstellen und dennoch bediene ich… DIENE ICH!!! Im zweiten Fall unterwerfe ich mich, bin unauffällig und freundlich, zugewandt und kommunikativ… Ich diene… In beiden Fällen aber performe ich und schaue.. Beobachte… Hier laut dort eher leise…! Dienende Magd… Dienende Diva… „Wo bist Du, wenn du dich traust, den Ort, der dir vertraut ist zu verlassen, wenn du nur einmal dich drehst und dahin schaust, wo du sonst nie hin schaust…?“ Wo ist dein Blick und wo schlägt dein Herz…? Wenn ich lehre, mit Gruppen oder einzelnen arbeite, diene ich auch… Ich gebe das, was ich am besten kann weiter….öffne mich, mein Herz für mein Gegenüber und verbinde mich…wieder Hingabe und Dienst! Aber Immer, egal was ich tue, zieht sich der eine Faden durch alles… Rot wie Blut, eindeutig wie Leben.. Vielbedeutend… Das, was beobachtet und nicht mehr selber richtet… Oder wertet… .. Hier identifizierst du dich mit der Essenz, nicht mehr mit Rollen. .. Nicht mit Stärken oder Schwächen sondern der Mitte…der lautlos schwingenden Mitte zwischen Erde und Himmel zwischen Ost und West… Zwischen Musik Theater Pädagogik Alltag Grundsicherung System Bewegung Stimme Frischluft Flächen öffnen Flächen schließen.Kaffee kochen.. Komponieren..Anträge stellen.. Essen tragen.. Philosophieren..Telefonieren.. Sohnemann erziehen.. .. Du pendelst zwischen vielen Welten und bleibst doch nur die EINE!!! Die, die beobachtet… Identifikation mit dem „Nicht Mehr Etwas Sein“ ist Identifikation mit Essenz…was gar nicht geht theoretisch… Praktisch heisst es: Identitäten „sein zu lassen“ und damit klar zu kommen, dass andere dich nicht mehr greifen können, deinen Rollen Wechsel nicht verstehen, verzweifelt deine Identität suchen, dich ein ordnen, zuordnen.. einfach nur irgendwas ordnen wollen…Flexibilität ist nicht für jeden selbstverständlich und kann durchaus auch bedrohend sein. Diese Zeit hier in 2020 legt Identitäten lahm und quält ganz anders als „nur“ mit Luftnot… Oder Viren(angst)…Es ist unsagbar schwer, sich selbst schon nicht ein zu ordnen (einordnen zu können), weil sämtliche vertraute Arbeit und Existenz gerade wackelt…und sich selbst im Luft-leeren Raum baumeln zu lassen… Und dennoch zu vertrauen… Dass ICH BIN. Dass DU BIST!!!!

LASST EUCH DAS NICHT NEHMEN!!! ES IST ZEIT DIE RICHTUNG ZU ÄNDERN, den Blick zu ändern… in jeder Hinsicht!!!Und wenn die Vorhersage Regen meldet, heißt es noch lange nicht, dass es wirklich regnet!!!Und wenn Menschen sagen, es gibt keinen Gott, heißt s noch lang nicht, dass Gott nicht existiert!

Und wenn.. Und wenn… Und wenn…Schöpfung, ich danke dir!!!!

geschrieben am 25.9.2020

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